Stellungnahme Uwe Schulz zur Kirchenaffäre

Die Giessener Allgemeine Zeitung (GAZ) titelte am 11.04.2018: „AfD greift Kirche an“. 

Und ich sage Ihnen: Das ist purer Unsinn. Da ist der Wunsch Vater des Gedankens. 



Man könnte wieder einmal meinen, dass linke Journalisten sich im Falle der AfD den Scheiterhaufen zurückwünschen. Es ist ja ein gängiges Strickmuster, der AfD bereits in der Titelaussage Unsinnigkeiten zu unterstellen. Vielleicht hat der Journalist Rüdiger Soßdorf (Kürzel: „so“) ja in diesem Zusammenhang sogar weiter bzw. "zurück" gedacht: An dunkle Zeiten, in denen es genügte, einen beliebigen „Angriff“ auf das Bodenpersonal der Kirche zu definieren, um sich eines Abtrünnigen final zu entledigen. Aber solche plumpen Aussagen reichen nicht aus, um uns zur Strecke zu bringen, Herr Soßdorf.

Aber tatsächlich werden die Zeiten wieder„dunkler“. Und auch der unbedarfte Beobachter erkennt, dass sich in diesem Zuge zwei Scheintote mehr und mehr verbünden: Eine Print-Presse, die sich durch aktive Realitätsverweigerung zunehmend aber sicher selbst zerstört und die deutschen Amtskirchen, die sich von jeglichen Realitäten mehr und mehr entfernen und längst ihre wirkliche Basis verloren haben. 

Es ist an der Zeit, endlich die rosarotgrüne Brille abzusetzen und den Versuch zu machen, zu verstehen, was wirklich abgeht im Lande - und gerade mit den und vor allem durch die deutschen Amtskirchen. 

Wir greifen als AfD hier ausnahmsweise einmal nicht an. Wir benennen schlicht und einfach Fakten! 

Tatsache ist, dass der ev. Lektorin Sylke Schäfer die Abhaltung von Gottesdiensten entzogen wurde, weil sie nach ihrem Austritt aus der FDP zur AfD gewechselt ist. 

Wie in der Giessener Allgemeinen Zeitung zu lesen ist, teilte Dr. Stender, die Öffentlichkeitsbeauftragtedes Dekanats Kirchberg, mit, dass die Pfarrer Lenz aus Treis und Pfarrer Leimbach aus Alten-Buseck „Polarisierungen vermeiden“ wollten und daher Sylke Schäfer keine Predigten mehr durchführen lassen. 

Es ist aber anders: Frau Schäfer liegt die E-Mail von Pfarrer Lenz vor. Schon der erste Satz sagt aus, dass er, Lenz, nicht möchte, dass Frau Schäfer ihn auf der Kanzel vertritt, weil sie bei der AfD ist. 

Alleine das ist Ausgrenzung pur.

Eine seiner merkwürdigen Begründungen war, dass sich die AfD für die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken einsetzt. Mit Verlaub, aber was haben Atomkraftwerke mit den Gottesdiensten von Frau Schäfer im beschaulichen Ort Treis zu tun, Herr Pfarrer, Frau Öffentlichkeitsbeauftragte, liebe Journalisten der GAZ? 

Wir als AfD weisen erneut auf Missstände hin! Auf undemokratisches Tun von Instanzen und Vereinigungen, die weiter dafür kämpfen, die Deutungshoheit über politische Ausrichtung, Meinung und über große Teile des Volkes zu bewahren.

Hier wurde ein sozial engagiertes Kirchenmitglied, eine hoch sympathische Frau, ein anerkanntes Mitglied des Gemeinwesens schlicht und einfach „verbannt“. Um in der Kirchensprache zu bleiben. 

Und zwar durch das Personal einer Amtskirche. Sylke Schäfer soll ausgegrenzt werden. 

Wie ich aus dem Giessener Nordkreis höre, sind offenbar weitere schmutzige Maßnahmen in der Planung, um Frau Schäfer nachhaltig aus dem aktiven Kirchenleben zu entfernen.

Ich bin froh, dass ich bereits 1988 aus der evangelischen Kirche ausgetreten bin. Damals unterstützten Pfarrer und Teile dieser Kirche die Kommunisten in Südamerika und die Sandinisten in Nicaragua. Das ging mir schon als damaliges CDU-Mitglied gegen den Strich. Auch wollte ich durch den Einzug meiner Kirchensteuer nicht noch mehr zu Geldtransfers in diese Richtungen beitragen, als ich es als Steuerzahler ohnehin tun musste / tun muss. Ich habe diesen Schritt niemals bereut und empfehle heute jedem, den Austritt aus den deutschen Amtskirchen endlich zu vollziehen. Und hier steht, wie es geht: www.kirchenaustritt.de. 

Aber zurück zu Sylke Schäfer und dem Verbannungsskandal des Dekanats Kirchberg: Wir als AfD beobachten den Fall weiter aktiv. Sylke Schäfer ist ein Teil von uns. Und wir werden weiter alles das in die Öffentlichkeit bringen, was durch Presse und Kirche verschwiegen oder verfälscht dargestellt wird.

Ihr
Uwe Schulz
Kreisvorsitzender AfD Giessen
Mitglied des Bundestages