Papiertiger im Kreistag

Ja, den Altparteien geht es an den Kragen, seitdem die AfD vor 5 Jahren auf den Plan getreten ist. Die blanke Panik springt aus den Augen von CDUCSUSPDFDPGRÜNDUNKELROT und auch die Federn der Systemmedienberichterstatter schreiben gegen die Realitäten an.

Hier die Fakten:

Die AfD wird in diesem Jahr die letzten beiden Landesparlamente besiedeln. In Brandenburg treten nun sogar Landratsbewerber der AfD in der Stichwahl gegen Altparteienkandidaten an. Die AfD ist in Deutschland dabei, die Wahl-Prognosen für die SPD zu erreichen, die FDP marginalisiert sich in der berühmten "Sonntagsfrage" bei noch nicht mal 9 % - wo die AfD 15plus erringt.

Ganz zu schweigen, dass die Lügenkonstrukte um "Flüchtlinge" nun ebenso auffliegen wie die Beschönigungsversuche um die Kriminalitätsrate. Es wird offenbar, dass nur das Steuergeld der Deutschen die wankende Betonburg EU am Dasein erhält. Und so weiter und so fort.

Da ist es dann schon interessant zu sehen, wie sich auch auf der Ebene der Kommunalpolitik Altparteien und Medien an der AfD abarbeiten wollen.

Am vergangenen Montag haben wir als AfD-Fraktion geschlossen die Sitzung des Kreistags des Landkreises Gießen verlassen. Was "geschehen" war, kann man heute in den beiden Gießener Zeitungen (siehe Links) nachlesen:

Unser Fraktions-Chef, Karl Heinz Reitz, bezeichnete den Kreistagsvorsitzenden Funck/SPD in einem Nebensatz als "Papiertiger", wurde dafür mit einem Ordnungsruf bedacht und wir verließen geschlossen die peinliche Veranstaltung.

Gemäß Definition ist ein Papiertiger jemand, "der gefährlich erscheint, es aber nicht wirklich ist". Und genau dieser Begriff wurde genutzt für einen Mann, der auch auf mich regelmäßig den Eindruck vermittelt, die Tagesordnung nicht im Griff zu haben, der mehrmals in jeder Sitzung Fehler eingestehen und zum bloßen Überleben der Sitzungszeit offenkundig und sichtbar auf einen qualifizierten Verwaltungsbeamten an seiner Seite zurückgreifen muss.

Dieser Kreistagsvorsitzende, der es vom ersten Tag der Konstituierung des aktuellen Kreistages nicht schaffte, die nötige Größe aufzubringen, als ausgleichende unparteiische Persönlichkeit das Kommunalparlament zu leiten, dieser Kreistagsvorsitzende, der auf mich den Eindruck erweckt, sich stets in der unpassenden Rolle des weltgewandten Biedermanns gefallen zu müssen, dieser Kreistagsvorsitzende wurde offenbar durch das Wort "Papiertiger" schwer beleidigt.

Funcks Agieren am vergangenen Montag kann ich durch eigenes Erleben nur als Kindergartenverhalten bezeichnen.

Ebenso den Auftritt des FDP-Vertreters Scherer, der nassgeschwitzt und wild gestikulierend einen Skandal herbeirufen wollte, als er auf das ausgeprochene Wort "Papiertiger" lautstark hinwies. Vielleicht sehe ich das alles ein wenig cooler. Denn wer es gewöhnt ist, auch im Bundesparlament ungestraft als "Nazi", "Rechtsextremer", "Antidemokrat" und Schlimmerem beschimpft zu werden, der ist abgehärtet. Was ist da schon ein "Papiertiger". Und gerade die FDP, immer und überall das Fähnlein im Wind, von Strauß mal kurz und knapp als "Abstauber und Klingelbeutelpartei" betitelt, setzt ja gerne auf Aktionismus.

Insgesamt hat man es wohl verlernt, auch nur mit der kleinsten Abweichung vom Schema und der gelebten grundsätzlichen Wohlfühlkultur professionell umzugehen.

Ein fragwürdiger Höhepunkt des "Papiertigerskandals" kommt noch hinzu: Einer meiner Mitarbeiter, der das Geschehen verfolgte, postete privat während der Sitzung folgenden Satz in Facebook: "An der Notwendigkeit eines Kreisausländerbeirates erkennt man, dass die Integration gescheitert ist. Papiertiger dulden das".

Und das wirklich Witzige daran: Dieser private Post soll nun im "Ältestenrat" des Landkreises Gießen erörtert werden. Worüber ich laut und herzlich und befreit lache. Denn wohl niemals zuvor hat sich dieses Kommunalparlament mehr selber vorgeführt als in diesem herbeigeredeten "Eklat". Mit zwanghaftem Distanzverhalten, mit inhaltsleeren Aktionen setzt man sich als Altpartei der Lächerlichkeit aus. Es fehlt an echter Munition gegen die AfD, daher schießt man verzweifelt in die Luft. PENG, PENG :-)

Somit bedanke ich mich bei allen beteiligten Papiertigern für die eigene Entlarvung. Und bei den Medien gleich mit. Den Empörungsjournalisten Böhm des Giessener Anzeiger störte "in allererster Linie die Respektlosigkeit im Umgang miteinander".

Ich finde: Das sieht dieser Herr Böhm sehr einseitig. Und vor wenigen Tagen deutete Böhm im gleichen Blatt bereits an: "Wir als Gesellschaft und auch wir Journalisten haben, so meine Einschätzung, noch keinen Weg gefunden, mit der AfD umzugehen."

Da ist er wohl auf dem falschen Dampfer, der Herr Böhm, denn die Gesellschaft geht bereits mit der AfD um - indem diese Partei einen beinahe ungebrochenen Aufwärtstrend erlebt. Vielleicht ist es einfach der Herr Böhm, der lernen muss, das zu akzeptieren.

Und wenn Böhm dann auch noch die nötige Professionalität aufbringt, die Dinge abzuwägen, wird er vielleicht auch irgendwann ein würdiger Nachfolger seines Vorgängers in der Rolle des Kreisparlament-Berichterstatters seiner Zeitung.

https://www.giessener-allgemeine.de/regional/kreisgiessen/Kreis-Giessen-Harsche-Toene-in-Hungen;art457,429347

http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/kreis-giessen/landkreis/afd-verlaesst-kreistag-nach-ordnungsruf_18745419.htm